Schüleraustausch Ungarn

Vermischung der Kulturen

In Ungarn vermischen sich die Einflüsse westlicher und östlicher Kulturen aus mehr als eintausend Jahren Geschichte. Zu allen Jahreszeiten werden in Ungarn große Volksfeste gefeiert. Sei es, um den Winter zu vertrieben, den Frühling zu begrüßen, für eine gute Ernte zu danken oder für die Weinlese.

Auch wenn Ungarn in einigen Dingen sehr westlich wirkt, gibt es dennoch Unterschiede zu Deutschland. Zum Beispiel hat die ungarische Jugend großen Respekt vor älteren Menschen. An die verschiedenen Begrüßungsvarianten, die abhängig sind vom Gegenüber, muss man sich erst einmal gewöhnen. Es wird ein sehr höflicher Umgangston gepflegt. Die Großfamilie hat immer noch eine sehr große Bedeutung und die „Mama” (Großmutter) wird häufig besucht und man genießt dort die typisch ungarischen Spezialitäten der heimischen Küche, die sehr fleischlastig ist.

Das Schulsystem

An den ungarischen Schulen werden viele Traditionen gepflegt, von denen die meisten mit dem Schulabschluss und mit der Reifeprüfung zusammenhängen. Einige Monate vor der Prüfung lassen sich die Abschlussklassen in festlichem Gewand (die Jungen tragen meistens einen Anzug, die Mädchen ein Matrosenkleid) einzeln fotografieren und arrangieren die Bilder zusammen mit den Lehrerfotos auf einer Holztafel. Diese Tafeln werden bis zur Matura in verschiedenen Schaufenstern von Geschäften ausgestellt. Im Februar finden die Maturabälle statt. Hierbei bekommen die Maturanten ein Bändchen mit den Jahreszahlen, zwischen denen sie die Schule besuchten, auf die Jacke aufgesteckt. Das Bändchen muss bis zur Prüfung getragen werden, sonst, so heißt es, fällt man durch. Am letzten Schultag der Abschlussklassen findet das Fest „ballagás“ statt: ein Abschlussfest, bei dem die Schüler in einer Polonaise durch das Schulgebäude marschieren. Dabei singen sie alte Studentenlieder oder melancholische Volkslieder übers Abschiednehmen

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